Die Patientin stellte sich mit dem Wunsch nach einer ästhetischen Verbesserung im Frontzahnbereich vor. Zahn 21 fehlte vollständig, was zu einer erheblichen ästhetischen Beeinträchtigung führte. Zudem entsprach Zahn 11 bezüglich Ästhetik und Formgebung nicht den Vorstellungen der Patientin, was ihre allgemeine Zufriedenheit beeinträchtigte. Ziel der Behandlung war es daher, die unzureichende Ästhetik von Zahn 11 durch eine vollkeramische Versorgung zu verbessern und gleichzeitig die Lücke des fehlenden Zahns 21 durch einen mesialen Flieger ästhetisch und funktionell optimal zu schliessen.
Die Planung begann mit einer digitalen Abformung mithilfe eines Trios-Intraoralscanners. Anhand des erstellten digitalen Modells wurde in der Software Exocad ein digitales Mock-up entwickelt, um eine erste visuelle Vorstellung der neuen Frontzahnästhetik zu ermöglichen. Basierend auf diesem digitalen Design wurde ein Kunststoff-Provisorium hergestellt und im Mund der Patientin eingesetzt. Dieses Provisorium ermöglichte es, sowohl die Ästhetik als auch die Funktion der neuen Versorgung im Alltag zu testen. Das erhaltene Feedback wurde anschliessend zur Feinabstimmung der endgültigen Versorgung genutzt.
Nach erfolgreicher Abstimmung des Provisoriums erfolgte die finale Gerüstgestaltung ebenfalls digital in Exocad. Dabei wurde grosser Wert auf die präzise Passform, die optimale Dimensionierung der Kronen sowie auf eine ausreichende Stabilität des Fliegers gelegt. Der Flieger wurde basal bewusst aus poliertem Zirkon belassen, um eine verbesserte Zahnfleischadaptation, erleichterte Reinigung sowie eine geringere Plaqueanfälligkeit zu gewährleisten. Zusätzlich sorgt das polierte Zirkon für eine verbesserte Gingivagesundheit. Eine besondere Herausforderung stellte zudem die anatomische Situation dar, da speziell der Zahn 22 etwas länger war als der Zahn 12. Diese Besonderheit wurde im digitalen Design sorgfältig berücksichtigt und harmonisch ausgeglichen.
Das Gerüst wurde mittels modernster CNC-Frästechnologie aus dem hochwertigen und ästhetisch ansprechenden NexxZr T Multi Zirkon von Sagemax gefertigt. Dieses Material wurde aufgrund seiner hervorragenden Transluzenz, Festigkeit und graduellen Farbgebung gewählt, um eine optimale ästhetische Wirkung und mechanische Stabilität zu gewährleisten.
Für die keramische Verblendung wurde Creation ZI-CT Keramik verwendet, welche speziell für den Einsatz auf Zirkongerüsten entwickelt wurde. Diese Keramik zeichnet sich durch eine hohe Transluzenz und exzellente Haftung auf Zirkon aus. Eine besonders anspruchsvolle Herausforderung lag in der individuellen Gestaltung des Inzisalbereiches, wobei transparente blau-gräuliche Randleisten sowie ein intensiveres Chroma im mittleren inzisalen Bereich sorgfältig umgesetzt wurden. Diese detaillierte Schichtung erforderte viel handwerkliches Geschick und Erfahrung, um eine lebendige, natürlich wirkende Zahnstruktur zu erzielen.
Die Eingliederung der definitiven Versorgung erfolgte mittels adhäsiver Befestigung, um optimalen Halt und Langzeitstabilität sicherzustellen. Nach der Eingliederung wurden eine gründliche Funktionskontrolle der Okklusion sowie eine abschliessende ästhetische Beurteilung vorgenommen.
Die behandelnde Zahnärztin zeigte sich sehr zufrieden mit dem Endergebnis. Besonders hervorgehoben wurde die natürlich wirkende Ästhetik der keramischen Schichtung, insbesondere im anspruchsvollen inzisalen Bereich mit transparenten blau-gräulichen Randleisten und intensivem Chroma im mittleren inzisalen Bereich. Auch die Funktionalität und Passgenauigkeit der Versorgung wurden positiv bewertet.
Die erfolgreiche Umsetzung dieses Frontzahnfalls unterstreicht die Möglichkeiten moderner digitaler Technologien in Verbindung mit hochwertiger Materialwahl und präzisem handwerklichem Können. Der Einsatz eines digitalen Mock-ups und eines Kunststoff-Provisoriums ermöglichte eine individuelle und patientenorientierte Gestaltung der Versorgung, wodurch sowohl Ästhetik als auch Funktion optimal realisiert wurden. Das positive Feedback der Zahnärztin bestätigt die hohe Qualität der Versorgung und den Mehrwert digitaler Arbeitsprozesse.